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Astronomie


Auf diesen Seiten erzähle ich ein bisschen über meinen astronomischen Werdegang, stelle mein Equipment vor und berichte über einige Erfahrungen damit. Außerdem präsentiere ich einige Ergebnisse meiner astrofotografischen Anfänge und stelle einige Tipps und Tricks vor. Dann gibts noch Links zu astronomischer Software und zur Astronomie überhaupt. Zusätzlich gibt es eine Seite mit Formeln. Aber keine Angst, da sind keine Integrale oder Differentiale dabei.


Über mich:


Sterne und der Weltraum an sich haben mich schon immer interessiert. Die erste annähernd astronomische Aktion, an die ich mich erinnern kann, war so ungefähr im Alter von 13 Jahren, als mein Schulfreund und ich gemeinsam vor unserer Klasse ein Referat über die Geschichte der amerikanischen und russischen Raumfahrt hielten. Auslöser dafür war vermutlich die erste bemannte Mondumrundung von Apollo 8 im Dezember 1968. Das Referat hielten wir ungefähr vier Monate vor der ersten Mondlandung. Diese erste Mondlandung im Juli 1969 war natürlich das Highlight schlechthin. Dann war eigentlich Pause, bis auf das Interesse für Science Fiction, das ungebrochen bis heute anhält (ich sammle noch immer die silbernen "Perry Rhodan"-Bücher).

Nach der ersten Berufsausbildung zum Elektroniker fiel mir der "Abriss der Astronomie" von H.H.Voigt in die Hände. Dieses Buch ackerte ich genauestens durch, und da war sie wieder, die Astronomie. Aber noch immer eher nur theoretisch. Mitte der 80er Jahre kaufte ich einen Refraktor (möglicherweise 60/700mm, das weiß ich nicht mehr so genau).Der ging so grottenschlecht, dass er nach einigen enttäuschenden Beobachtungsnächten im Keller landete und irgendwann für Tagesbeobachtungen verschenkt wurde. Das wars dann wieder auf einige Jahre mit der Astronomie. Hätte ich damals schon Zugriff aufs Internet oder etwas vergleichbares gehabt, wäre mit dem Refraktor vielleicht einiges anders gelaufen. Inzwischen absolvierte ich mein Meteorologiestudium und da war für die Astronomie absolut keine Zeit.


SaturnAber dann: Anfang 2006 entdeckte ich auf einem Flohmarkt einen Tchibo-Newton (76/700mm). Ich dachte mir: probierst du's halt noch mal. Um 25 Euro war er mein. Er hatte schon den 1 1/4 Zoll Okularauszug und drei Okulare (20, 12.5 und 4 mm) dabei. Bei einer der ersten Beobachtungen sah ich zum ersten Mal die Saturnringe mit eigenen Augen und da hatte mich der Astronomie-Virus wieder voll gepackt. Im Internet fand ich dann auch einige Verbesserungen für den Tchibo-Torpedo mit seiner wackeligen Azimuth-Montierung.

Nach einigen Monaten gab es beim LIDL in Schwechat anlässlich einer Filialeröffnung das berühmte LIDL-Scope, den Bresser Skylux um 59 Euro mit parallaktischer Montierung zu kaufen. Mit diesem Refraktor (70/700mm) hatte ich Glück. Der geht so gut, dass ich ohne Probleme die Trapezsterne im Orion trennen kann. Zu dem Teleskop kaufte ich mir ein paar Weitwinkel-Okulare, wo jedes so viel wie das ganze Scope kostete, und einen Nachführmotor. Nicht lange danach lief mir wieder beim LIDL das Meade ETX70AT um 179 Euro über den Weg. (70/350mm). Ein liebes kleines Übersichtsteleskop und noch dazu mit GOTO-Steuerung.

Aber jetzt musste mehr Öffnung her: Bei Teleskop-Service wurde ein Skywatcher Maksutov-Cassegrain (127/1500mm) auf einer Celestron GT Montierung geordert. Mit diesem GOTO-Scope sah ich Objekte, die hätte ich so nie gefunden. Ein Effekt der GOTO-Montierungen ist allerdings, dass man nach einiger Zeit verlernt sich am Himmel zu orientieren. Also kam wieder die LIDL-Montierung zu Ehren (Zwecks Übung).

Bei einem unserer Flohmarkt-Streifzüge entdeckte ich einen Astroscan von Edmund Scientific, einen Kugeldobson (104/440mm). Um 12 Euro gehörte das Ding samt einem exzellenten 8mm-Plössl mir. Vor dem First Light musste ich noch ein Spinnennetz herausholen (mit Draht durch den Okularauszug!). Aber dann: ein wirklich gutes kleines Scope! 

OrionnebelZwischenzeitlich gab es erste Fotografieversuche mit der Philips-Webcam und einer Digitalkamera auf der Digiklemme von Teleskopservice. Mittlerweile hatten wir die Möglichkeit in Breitenfurt bei Wien ein Haus mit Garten zu mieten, dort gibt es schon einen dunklen Himmel! So blieb es nicht aus, dass zu ich zu Weihnachten 2007 einen Skywatcher 6" Newton (150/750mm) mein Eigen nennen durfte. Der wurde vorerst auf die LIDL-Montierung gepackt, das war von der Tragfähigkeit an der Grenze des Machbaren. Aber ein paar Fotos gingen sich schon aus.

Die große Aufrüstung kam zum Geburtstag 2008 mit einer HEQ5-Montierung (was für eine Stabilität!) und einem 12" GSO Dobson. Der große Dobson ist natürlich eine Wucht! Und zu guter Letzt hat mit einer Pentax DSLR das Foto-Zeitalter so richtig begonnen. Die Celestron GT Montierung habe ich jetzt mit dem LIDL-Refraktor kombiniert, der ist für die Celestron das richtige Leichtgewicht. Mit einem 12V-17Ah-Akkupack bin ich schön mobil und das ganze System hält länger durch als ich :).



poli